Im Jahr 2024 ist die globale Fleischerzeugung – nach vorläufigen Angaben – um ca. 1,3 % auf 365 Mio. Tonnen angestiegen. Bis 2034 erreicht die Produktion voraussichtlich 406 Mio. t Fleisch und Geflügel pro Jahr, so der OECD-FAO Agricultural Outlook [1], eine Prognose der Welternährungsorganisation der UNO. Mehr als die Hälfte (55 %) dieses Wachstums wird in Asien stattfinden: China soll fast 10 % des weltweiten Anstiegs der Fleischproduktion ausmachen, gefolgt von Indien (8 %) und Vietnam (7 %). Auch die USA werden mit 8 % des weltweiten Anstiegs dazu beitragen.
Der globale Fleischkonsum steigt
Der Grund für die steigende Fleischproduktion ist die global wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln tierischer Herkunft: Für 2034 erwarten die Experten der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen einen weiteren Anstieg des globalen Fleischverbrauchs. Am stärksten wird dabei der globale Geflügelkonsum um ca. 21 % steigen. Doch auch Schaf-, Rind- und Schweinefleisch wird bis 2034 voraussichtlich um jeweils 16 %, 13 % bzw. 5 % zulegen.
Während der Konsum in den wohlhabenden Ländern (darunter auch die EU-Staaten) auf hohem Niveau stagniert, werden 45 % des weltweiten Konsumanstiegs auf die Länder mit mittlerem Einkommen entfallen. Diese Entwicklung wird neben dem Einkommenswachstum auch auf eine wachsende Bevölkerung zurückgeführt. Vor allem in Afrika, wo in den nächsten zehn Jahren die Einwohnerzahl von 1,5 Milliarden auf 1,8 Milliarden Menschen ansteigen wird, wird der Fleischkonsum im gleichen Zeitraum um 33 % in die Höhe schnellen.
Effiziente Landwirtschaft und innovative Produktion mildern Auswirkungen auf die Umwelt
Ständige Innovation und Verbesserungen in der Tierhaltung sowie technischer Fortschritt in der Schlachtung, Verarbeitung und Logistik werden dafür sorgen, dass z. B. die Treibhausgasemissionen deutlich langsamer steigen, als die Produktionsmenge. Die FAO geht dabei aktuell von 6 % aus bei einem prognostizierten Wachstum der Fleischproduktion von 13 %.
Gerade in landwirtschaftlichen Gunstregionen wie Deutschland können Tierhaltung und Fleischproduktion besonders effizient erfolgen. Effizienz hat auch die FAO als den wichtigsten Schlüssel zur Verringerung der Treibhausgasemissionen identifiziert. In der Studie „Pathways towards lower emissions” wird aufgezeigt, dass neben einer effizienten Produktion vor allem auch eine Verbesserungen bei der Tiergesundheit und züchterische Fortschritte zu Reduktion der Treibhausgasemissionen beitragen können. Deutschland gehört gerade auf diesen Feldern zu den führenden Nationen. Auch bei Aspekten wie Tierwohl und Umweltschutz spielt Deutschland eine Vorreiterrolle. Gerade deswegen wäre der Abbau der Tierhaltung und der Fleischproduktion in Deutschland – global gesehen – ein Rückschlag für die Effizienz und Nachhaltigkeit in der globalen Fleischbranche.